(Dieser Artikel wurde erstmals im Oktober 2005 publiziert)

Das Leben nach Rita

Was ein ordentlicher texanischer Hausbesitzer am Wochenende macht ist ja eigentlich keine Frage.
Zunächst wird der Rasen gemäht. Im Winter auf 2,2 Inches, im Sommer 1,8 Inches. Das ganze nach Möglichkeit vormittags weil es da noch keine 35 C hat.

Danach werden dann Chemikalien im Garten verstreut, hier gibt es eine groessere Auswahl. Fuer die Blumenbeete gibt es was gegen Gras und Unkraut, fuer den Rasen etwas gegen Unkraut. Dann ist da natürlich noch etwas gegen Ameisen und einmal pro Jahr den Dünger fuer die Wiese.

Bei diesen Produkten gibt es nur leider ein groesseres Problem: Die Gebrauchsanweisung. Es gibt immer einen bestimmten Zeitpunkt wann die Chemikalie die beste Wirkung hat. Es darf nicht zu kalt sein und nicht zu warm. Dann muss es entweder gerade geregnet haben oder sollte nach Möglichkeit innerhalb von 24 Stunden regnen.

Damit komme ich jetzt auch endlich dazu wie wir von Hurrikane Rita gebeutelt wurden.

Ich hab in freudiger Erwartung eines ordentlichen Regens etwas gegen Ameisen besorgt, weil dieses Zeug am besten nach einem ordentlichen Regen aufgetragen werden soll. Wie Ihr Euch zweifellos schon denken könnt liegt dieser Sack Ameisengift noch immer in meiner Garage, denn Rita hat uns noch nicht mal einen einzigen Tropfen Regen beschert. Nix. Nada. Alles trocken.

Ich hatte auch am Freitag abend alle Computer abgeschaltet und die Stecker gezogen – alles umsonst.

Wir wurden heute morgen um 7:30 vom Duft der frisch gemahlenen Kaffeebohnen geweckt, ganz so wie ich die Kaffeemaschine am Abend programmiert hatte. Kein Stromausfall der die Uhr der Maschine verstellt hätte.

Das war's also mit Rita, wir haben es überlebt. Jetzt frage ich mich natürlich nur was die Leute mit den 15 Litern Milch im Kühlschrank machen, die fuer den Fall des Notstandes eingelagert wurden. Die sollten eigentlich nur froh sein dass nix passiert ist, denn ohne Strom hätte die Milch wohl nicht sehr lange im Kühlschrank gehalten…

Macht's fein,
Heymo

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Es immer das gleiche wenn man in eine neue Stadt umzieht. Am Anfang gibt es essentielle Fragen:

  • Wo ist die beste Pizzeria?
  • Wo und wann trifft sich der örtliche Fahrrad Verein?
  • Wann sind die billigsten Aufführungen im Kino?

Wenn diese lebenswichtigen Dinge abgeklärt sind kann man sich um alles weitere kümmern.

Ich habe ein dunkles Geheimnis.

OK, diese Tatsache ist wahrscheinlich nicht verwunderlich fuer die meisten von Euch. Hier ist es: Ich habe Angst vorm Friseur! Ich gehe lieber zum Zahnarzt als zum Friseur.

Warum? Der eine oder andere wird sich vielleicht noch daran erinnern, daß ich nicht unbedingt ein Experte im Bereich „perfektes äusseres Erscheinungsbild“ bin. Warum ist also ein Besuch beim Friseur ein Problem für mich?